Steffen Kasperavicius
Der Intermedia- und Konzeptkünstler Steffen Kasperavicius, geboren 1979 in Sigmaringen und aufgewachsen in Bayreuth, absolvierte eine Mediengestalter-Ausbildung und studierte von 2004 bis 2009 an der Burg Giebichenstein (Hochschule für Kunst und Design Halle) in der Medienkunstklasse von Prof. Ute Hörner. Danach folgte er dem Ruf Berlins, wo er lebt, ausstellt, künstlerisch arbeitet und als Ausstellungsleiter eines Kunst- und Kulturraumes im aufstrebenden Kulturkiez Neukölln Ausstellungen etablierter und junger Künstler kuratiert und betreut.

Es gibt in den Arbeiten Kasperavicius kein Hauptmotiv, vielmehr kommentiert er durch aufmerksames Analysieren des Zeitgeschehens und der technologischen Entwicklung letztendlich sein eigenes Ich in seinem Umfeld. Dabei konstruiert er Zusammenhänge zwischen Irritation und Enttäuschung, zwischen Bekanntem und Unbekanntem, zwischen Fiktion und Wirklichkeit.
Uns vertraute Ikonen, Gerätschaften und Strukturen werden manuell, digital oder theoretisch manipuliert und umgedeutet bis eine Kontextverschiebung einsetzt. Die Betrachter und Teilnehmer werden so mit Video, mit Bild- und Ton, mit installativen Interventionen oder Software-Applikationen konfrontiert. Die konzeptuelle Einschränkung, die Kasperavicius für seine Untersuchungen vornimmt – die Wahrnehmung von Zeit, Raum, Zufall, (Anti-)Interaktion und Enttäuschung im Kunstkontext – ist für seine Arbeitsweise, in der das „System Kunst“ als „Labor“ fungiert, konstituierend.
Auf der anderen Seite etabliert Steffen Kasperavicius durch den Einsatz einer Alter Ego Figur namens Achim Horn eine ganz gegensätzliche Position zu seinen "eigenen" Arbeiten. Horns Werke strotzen vor infantiler Energie, Lausbubentum und Pop, wodurch er unter anderem gezielt gesellschaftlich aktuelle Umstände karikiert, ironisiert und durch transformierende Prozesse in modellhafte Situationen, in bildnerische oder skulpturale Zustände übersetzt.
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2009 erhielt Steffen Kasperavicius den Anerkennungspreis der Stiftung der Saalesparkasse Halle für sein Diplomprojekt "Experimente zur Enttäuschung". Seine Werke wurden bisher national, ebenso u.a. in Damaskus, Murmansk, Neapel und New York ausgestellt. Neue Arbeiten (auch von Achim Horn) werden im Herbst in Einzelausstellungen in Berlin, sowie bei der Kunstmesse Contemporary Art Ruhr 2010 in Essen zu sehen sein.
Steffen Kasperavicius und Achim Horn werden von der Galerie Thomas Craemer vertreten."
Webseiten:
Steffen Kasperavicius: www.cojotepilote.de
Achim Horn: www.jowblob.de






